
Sofort erkannten einige von uns, dass unser neues Sachunterrichtsthema, das mit dieser Karte begann, Afrika ist. In die leere Karte hinein schrieben und malten wir, was uns zu Afrika einfiel.
Recht schnell stellten wir fest, dass es in Afrika sehr unterschiedlich zugeht:
Es gibt Regenwälder und Wüsten.
Auf dem Land lebt man anders als in der Stadt.
Es gibt sehr reiche und sehr arme Menschen in Afrika.
Einen tollen Einstieg in Afrika fanden wir mit dem Hörspiel: "Wie das Zauberbuch Robinson nach Äthiopien zaubert".

Robinson lernt in Äthiopien das Mädchen Medhin und ihre Familie kennen. Er erlebt einen Tag mit ihr: Ohne Strom, ohne fließendes Wasser und ohne Schule aber dafür mit Arbeiten, bei denen er sich recht ungeschickt anstellt.

Aus dem dazugehörigen Heft der Kindernothilfe erhielten wir viele Informationen über das Land. Wir haben daraus einen Vortrag zusammengestellt, den wir in unserem Monatskreis vor der ganzen Schule gehalten haben.

Das wollen wir uns von Äthiopien merken:
|
|
Äthiopien liegt am Horn von Afrika. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt. Über die Hälfte aller Einwohner leben in Armut. |
|
Äthiopien hat über 62 Millionen Einwohner. In Äthiopien erwarten die Menschen durchschnittlich 46 Jahre alt zu werden. (In Deutschland erwarten wir durchschnittlich 78 Jahre alt zu werden.)
|
Medhin lebt mit ihrer Familie in einem Dorf. Die Familie wohnt zusammen mit ihren Tieren in einem kleinen runden Haus, einem „Tukul”. Die Wände sind aus Erde und Stroh, das Dach ist strohgedeckt. Sie haben kein fließendes Wasser und keinen Strom. Medhin muss jeden Tag Wasser holen und den Boden hacken. Anders als ihre Brüder geht sie nicht zur Schule. |
|
In Äthiopien sind nicht alle Menschen arm. Die Menschen, die in der Großstadt wohnen , haben auch Strom und sauberes Wasser. |
Die Menschen in Äthiopien (und anderen Ländern in Afrika) sind braun, weil die Sonne UV-Licht abgibt. Die braune Farbe ist für sie ein Schutz gegen die Sonne. |
|
Die Äthiopier setzen sich zusammen und trinken dabei Kaffee. Sie verkaufen auch Kaffee an die USA, an Japan und an Deutschland. |
Die Äthiopier essen Injera (spreche: "Indschera"). Das ist eine Art Fladenbrot. Es wird aus dem Getreide "Teff" gebacken. Dazu gibt es "Wot", eine sehr scharfe Soße mit Pfeffer Paprika und anderen Gewürzen. |
|
Die offizielle Landessprache ist Amharisch, eine Sprache, die eine andere Schrift hat, als Deutsch. Die Handelssprache ist Englisch. In Äthiopien werden über 80 Sprachen und über 200 Dialekte gesprochen. |
Es gibt viele Projekte in Äthiopien, die helfen sollen, die Lage im Land zu verbessern z.B. Wasserstellen , verbesserte Häuser, Brücken, Getreidemühlen, Kinder- und Jugendheime, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. |
|
30 Jahre kämpften Äthiopien und Eritrea gegeneinander (1961-1991). 1998 kämpften sie schon wieder gegeneinander. Sie kämpfen um den Zugang zum roten Meer, um Schiffe mit Kaffee in andere Länder zu schicken. Die Armeen zwingen auch Kinder und Jugendliche im Krieg zu kämpfen. |
Nur die Hälfte aller Jungen besuchen eine Schule. Bei den Mädchen sind es noch weniger. |
|
"Die Menschen sind nicht arm, weil sie viele Kinder haben, sondern sie haben viele Kinder, weil sie arm sind! Die Kinder sind die Altersversorgung der Eltern, da die meisten Äthiopier keine Rente und keine Versicherungen haben. Und da viele Kinder an Hunger oder Krankheiten sterben, müssen die Frauen viele Söhne und Töchter bekommen, damit sie später im Alter jemanden haben, der sich um sie kümmert." (aus dem Heft der Kindernothilfe) |
|
Ein spannender Besuch
|
Als Höhepunkt des Projektes erhielten wir Besuch: Segen, eine junge Frau aus Eritrea, die heute auf eine Schule in Kassel geht, erzählte uns viel über ihr Leben in Eritrea. |
|
|
|
Sie selbst lebte in einer Stadt. Doch sie konnte auch viel über das Leben bei ihrer Oma auf dem Land erzählen. |
|
|
|
|
Sie zeigte uns selbstgemachte Kästchen und Fotos von einer Hochzeit. Sie hatte auch ein typisches Gewand und Geld mitgebracht. |
|
|
|
Am besten fanden wir, dass sie für uns auch Injera gebacken hatte und wir davon probieren durften. Leider hatte sie keine Soße dazu gemacht, weil die für uns zu scharf wäre. Es hat uns auch so gut geschmeckt: Der Teller war bald leer. Danke, Segen!!! |
|
Wir besuchten auch eine Ausstellung über das Leben in Äthiopien, die gerade an der Schule in Hessisch Lichtenau war. Viele Dinge, die dort beschrieben waren, kannten wir nun schon. Wir sammelten dort noch mehr Informationen. |
|
Die Kindernothilfe hatte uns außerdem auch ein Heft über Kenia geschickt. Wieder gab es eine spannende Geschichte "Ein abenteuerlicher Schulweg" mit Robinson.

In dem Länderinfo lasen wir, dass in der Hauptstadt Nairobi 25.000 Kinder auf der Straße leben und dass viele Menschen an der Malaria und an Aids sterben.
Wir kamen zu dem Schluss, dass wir irgendwie helfen wollen! Über die Weihnachtsferien werden wir überlegen, wie wir das am besten tun können.
Lesetipp: Zeitschrift "Kinder Kinder", Nr. 11 (Äthiopien) und Nr. 16 (Kenia). Es gibt auch viele weitere Hefte. Die Hefte sind toll für Kinder der 4. Klasse. Sie erzählen eine Robinsongeschichte und bringen dann informative, gut lesbare Länderinfos.

Über die Kindernothilfe kann man sich auch im Internet informieren: www.kindernothilfe.de. Dort findet ihr bei den Kinderseiten auch die Hefte mit den Robinsongeschichten:

