aus dem Schulprogramm:
Projekte im Unterricht
Durch Projektarbeit werden Schüler mehr in Planung, Gestaltung und Durchführung von Unterricht eingebunden. Sie übernehmen in höherem Maß Verantwortung für das Ergebnis ihrer Arbeit. Durch unterschiedliche Lernsituationen werden verschiedene Sinne angesprochen (Lernen in unterschiedlichen Kanälen). Findet die Projektarbeit als Partner- oder Gruppenarbeit statt so kommen die in den Interaktionsstunden gelernten Verhaltensweisen im Umgang miteinander zum Einsatz. Ein weiterer wesentlicher Grund für das Arbeiten an Projekten ist das Lernen in ganzheitlichen Zusammenhängen. Fächer werden nicht nacheinander abgehandelt sondern in Beziehung zueinander gesetzt. Projektlernen beinhaltet neben Lern- auch Anwendungssituationen und nicht zu unterschätzen Präsentationssituationen.
Arbeiten an Projekten setzt ein hohes Maß an selbstständigem Lern- und Arbeitsverhalten voraus. Schülerinnen und Schüler müssen über ein Kompendium von Techniken und Methoden verfügen. Unsere Schülerinnen und Schüler für diese Arbeitsweise fit zu machen ist eines unserer Themen für die nächste Zeit.
Unterricht
Unterricht ist die Kernaufgabe von Schule. Ihn zu verbessern, den gesellschaftlichen Bedingungen sowie den wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnissen und den gesetzlichen Vorgaben anzupassen ist eine Daueraufgabe. Wir gehen realistisch davon aus, dass sich der Unterricht in den Grundschulen in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. So beschloss etwa die Kultusministerkonferenz bereits 2002, grundlegende Bildungsstandards einzuführen, die an den Schnittstellen der allgemeinbildenden Schulen (für uns am Ende der 4. Klasse, vor dem Übergang zu den weiterführenden Schulen) auch durch Vergleichsarbeiten abgefragt werden sollen. Ein anderes Beispiel ist die erwartete Optimierung des Mathematikunterrichts und die Ausweitung des naturwissenschaftlichen Unterrichts am Sachunterricht durch den Transfer des SINUS-Programms (Weiterentwicklung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts) in die Grundschulen.
Die OECD hat für die Bildung in ihren Mitgliedsstaaten die folgenden Schlüsselkompetenzen beschrieben, die für eine erfolgreiche individuelle Lebensgestaltung und eine funktionierende Gesellschaft unabdingbar sind:
die Kompetenz erfolgreich selbstständig handeln zu können,
die Kompetenz, mit den Instrumenten der Kommunikation und des Wissens souverän umgehen zu können,
die Kompetenz in sozial heterogenen Gruppen erfolgreich handeln zu können.
Diese Kompetenzen können in der Grundschule noch nicht erreicht werden, wichtig erscheint uns aber, dass sie bereits bei uns angebahnt werden und die schulische Lernentwicklung von Anfang an auf diese Kompetenzen hin ausgerichtet wird.
Entsprechend unserem Leitbild sollen die Schülerinnen und Schüler bei uns lernen, die Verantwortung für ihr Lernen und ihr Handeln selbst zu übernehmen. Dies gilt für das gesamte Schulleben und im besonderen für den Unterricht. Arbeitsformen wie Projektarbeit, freie Arbeit, Tages- und Wochenplanarbeit mit entsprechenden Differenzierungsangeboten, Handlungsorientierung und Lernen mit allen Sinnen werden mehr und mehr im Unterricht verwirklicht. Indem die Lehrkraft sich im Unterricht (nicht bei der Vorbereitung, Strukturierung und Auswertung) mehr und mehr zurücknimmt, gibt sie den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten und den Raum, ihr Lernen selbst verantwortungsvoll zu organisieren und ihr Wissen in unterschiedlichen Situationen zu vermehren, zu festigen und anzuwenden. Das eigenverantwortliche Tun gelingt den Schülerinnen und Schülern dann, wenn es gut strukturiert und in kleinen Schritten angebahnt wird. Wir Lehrkräfte wollen ihnen Methoden vermitteln, wie sie ihre Aufgaben lösen können und wie sie dabei Zusammenarbeit nutzen können (Methodentraining, kooperatives Lernen), so dass ihre Arbeiten zu abrufbaren Lernzuwächsen führen. Das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler hat demzufolge Priorität bei unseren Fortbildungen.