- Wir
sind Wasserdetektive.
- Unsere
Frage ist: Woher kommt unser Trinkwasser?
- Wir
erforschen den Weg unseres Trinkwassers vom Wasserhahn aus zurück.
- Was
wir entdecken fotografieren wir.
- Dann
schreiben wir in Zweiergruppen auf, was wir erfahren haben.
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- Jeder
Mensch weiß, dass das Trinkwasser bei uns aus dem Wasserhahn kommt.
- Aber
wie kommt es da hinein?
- Wir
vermuteten, dass in der Wand Wasserrohre sind, konnten es aber nicht
prüfen.
- Auch
das gebrauchte Wasser fließt durch ein Rohr in die Wand.
- Wahrscheinlich
kommen die Rohre aus dem Keller.
- Also
gingen wir in den Keller.
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- Im
Heizungskeller der Schule fanden wir, was wir suchten.
- An
der Wand kommt ein Rohr aus dem Boden.
- Darin
kommt das Wasser in die Schule.
- Dieses
Rohr teilt sich zuerst in zwei Rohre.
- Ein
Rohr geht in den Pavillon, ein Rohr ist für den Altbau.
- Das
Rohr für den Altbau teilt sich wieder in dünnere Rohre für die
einzelnen Klassen.
- Wir
haben auch das Rohr gefunden, das zu unserer Klasse geht.
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- Am
Anfang der Rohre sind Räder.
- Wenn
man daran dreht, kann man das Wasser in diesem Rohr stoppen.
- Dann
ist das Wasser für diesen Raum abgestellt.
- In
den beiden Rohren für den Altbau und den Pavillon sind Wasseruhren
eingebaut.
- Wasseruhren
messen mit Rädchen wie viel Wasser durch das Rohr läuft.
- So
kann man feststellen, wie viel Wasser verbraucht wird.
- Dann
kann man ausrechnen, wie viel man für das Wasser bezahlen muss.
- Das
Wassergeld für die Schule bezahlt der Werra-Meißner-Kreis.
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- Das
Wasser kommt also durch ein Rohr unter der Erde in die Schule.
- Zum
Glück haben wir gerade eine Baustelle vor der Schule.
- Hier
werden Wasserrohre und Abflussrohre neu verlegt.
- Die
Wasserrohre aus hartem Plastik sind dünner.
- Wenn
sie auf der Straße liegen, sind sie mit Deckeln verschlossen.
- So
bleiben sie sauber und drin kann sich keine Maus verstecken.
- Die
Wasserrohre werden etwa 2 Meter in der Erde verlegt.
- So
kann das Wasser im Winter nicht so leicht einfrieren.
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- Die
Abflussrohre sind aus Beton.
- Sie
sind viel dicker und schwerer.
- Durch
die Abflussrohre wird unser gebrauchtes Wasser zur Kläranlage
geleitet.
- Hier
fließt auch das Wasser durch, das wir auf der Toilette benutzt haben.
- Wir
haben gesehen, wie die Arbeiter in der Erde zwei Abflussrohre
zusammengesetzt haben.
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- Unter
den Straßen von Fürstenhagen gibt es ein ganzes Netz von
Wasserrohren.
- Alle
Häuser sind an dieses Netz angeschlossen.
- An
allen Abzweigungen sind Absteller, auch Schieber genannt, eingebaut.
- Mit
ihnen kann man das Wasser abstellen, wenn zum Beispiel ein Rohr kaputt
ist.
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- Der
Vorarbeiter auf der Baustelle hat für uns zusammengebaut, wie es
unter einer Straßenkreuzung in der Erde aussieht.
- Hier
sind für jeden Rohrstrang Schieber eingebaut.
- Außerdem
ist ein Hydrant eingebaut.
- Aus
dem Hydrant kann die Feuerwehr Wasser aus dem Rohr zapfen, wenn es
brennt.
- Von
den Schiebern und Hydranten kann man auf der Straße nur die Deckel
sehen.
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- Damit
man die Schieber und Hydranten auch unter dem Schnee findet, gibt es
Schilder, auf denen man lesen kann, wo sie sind. Der Hydrant vor der
Mehrzweckhalle ist zum Beispiel 6,70 m vor dem Schild und 3,10 m links
vom Schild.
- Wir
haben es mit großen Schritten nachgemessen: Es stimmt!
- Überall
in Fürstenhagen haben wir inzwischen solche Schilder entdeckt.
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- Wie
jeder weiß, fließt Wasser immer nach unten.
- Wieso
kann es dann in vom Schulkeller zu uns in den ersten Stock fließen?
- Wir
vermuteten gleich, dass es eine Pumpe geben muss und dass es was mit
Druck zu tun hat.
- Dann
machten wir Versuche.
- Dazu
stellten wir ein Glasrohr mit zwei Abzweigungen und zwei Wasserhähnen
auf.
- Wir
versuchten das Wasser von oben anzusaugen. Das klappte nicht richtig.
- Dann
schütteten wir von oben Wasser rein, bis aus beiden Hähnen Wasser
kam.
- Das
klappte, aber unser Wasser kommt ja von unten und nicht von oben.
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- Mit
einem zweiten Wasserbehälter fanden wir die Lösung:
- Wenn
man den Behälter unten mit dem Rohr unten verbindet und ihn mit
Wasser füllt, steigt das Wasser im Rohr so hoch, wie es im Behälter
steht.
- Das
Wasser im Behälter muss höher stehen, als der höchste Wasserhahn,
dann klappt es.
- Der
Behälter heißt deshalb Hochbehälter.
- Der
Hochbehälter für Fürstenhagen steht auf dem Berg zwischen Fürstenhagen,
Quentel und Eschenstruth.
- Von
hier aus fließt das Wasser nach Fürstenhagen herunter und kann durch
den Druck im Hochbehälter in unserer Wasserleitung wieder steigen.
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- Unser
Trinkwasser kommt fast sauber aus der Erde.
- Trotzdem
wird es in einem Wasserwerk aufbereitet, bevor es ins Wassernetz
eingespeist wird.
- Wir
hatten wieder Glück:
- Weil
das Fürstenhagener Wasserwerk nicht mehr in Betrieb ist, konnten wir
es besichtigen.
- Herr
Schröder, der Wassermeister von Hessisch Lichtenau, hat uns alles
erklärt.
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- Damit
die ph-Werte stimmen und das Wasser im Geschmack neutral ist, wird das
Wasser in große Tanks gepumpt und aufbereitet.
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- Im
hintersten Raum ist außerdem ein großes Becken.
- Hier
wird das Wasser so hineingesprüht, dass die giftigen Gase
Kohlenmonoxid und Kohlendioxid aus dem Wasser herausgeschleudert
werden.
Der Raum ist oben offen.
- Die
Gase gehen in die Luft und nach draußen.
- Als
in diesem Raum das Wasser versprüht wurde, durfte man nicht
hineingehen.
- Denn
die giftigen Gase waren überall in der Luft.
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- Im
Fürstenhagener Wasserwerk gibt es sogar ein kleines Museum.
- Hier
konnten wir alte Wasserrohre aus Holz, aus Ton und aus Blei sehen.
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- Die
Fürstenhagener bauten vor etwa 30 Jahren ihr schönes Wasserwerk, das
wir besichtigten.
- Daneben
sind noch zwei Häuschen, in denen die Brunnen sind.
- Durch
die Brunnen wurde das Grundwasser im Boden hochgepumpt.
- Normal
ist das Grundwasser so sauber, dass man es gut trinken kann.
- Vor
ungefähr 10 Jahren fand man im Wasser dieser Brunnen giftige Stoffe.
- Deshalb
durfte man das Wasser nicht mehr als Trinkwasser benutzen.
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- Die
giftigen Stoffe sind tief im Boden.
- Man
hat herausgefunden, dass sie sich mit dem Grundwasser von Hirschhagen
aus unterirdisch verbreitet haben.
- In
Hirschhagen gab es im zweiten Weltkrieg eine große Munitionsfabrik,
in der mit giftigen Sprengstoffen gearbeitet wurde.
- Diese
Stoffe sind auch in den Boden und ins Grundwasser gelangt.
- Die
Fabrik gibt es heute nicht mehr.
- Einige
Gebäude und Bunker stehen heute als Ruinen da.
- Andere
wurden umgebaut und werden heute anders genutzt.
- Heute
versucht man die Giftstoffe im Boden zu beseitigen. Das kostet viel
Geld.
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- Woher kommt
unser Wasser denn nun wirklich?
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- Das
Wasser für Fürstenhagen kommt heute aus Brunnen in der Nähe von
Walburg.
- Dort
wird das Wasser auch im Wasserwerk aufbereitet.
- Von
da aus wird es durch Rohre zum Hochbehälter geleitet und in den
Hochbehälter gepumpt.
- Unser
Hochbehälter steht auf der Bergkuppe zwischen Fürstenhagen, Quentel
und Eschenstruth.
- Wenn
man von Fürstenhagen nach Quentel fährt, liegt er auf der rechten
Seite oben im Wald.
- Leider
kann man ihn von der Straße aus nicht sehen.
- Vom
Hochbehälter aus wird das Wasser in das Fürstenhagener Wassernetz
eingespeist.
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- Quentel
hat seine eigene Wasserversorgung.
- Der
Name Quentel bedeutet „Quellental“, weil es hier Quellen gibt, in
denen das Grundwasser aus dem Boden kommt.
- Eine
solche Quelle haben die Quentler so ausgebaut, dass das Wasser als
Trinkwasser genutzt werden kann.
- Die
Quelle ist im Wald bei Quentel.
- Alicia
weiß genau, wo sie ist.
- In
Notzeiten könnte das Wasser aus dem Hochbehälter auch nach Quentel
geleitet werden.
ausführlich dazu berichten Alicia,
Dominique und Dominik |