Die Wasserdetektive der Klasse 3

Projekt im Herbst 2006

Wir sind Wasserdetektive.
Unsere Frage ist: Woher kommt unser Trinkwasser? 
Wir erforschen den Weg unseres Trinkwassers vom Wasserhahn aus zurück.
Was wir entdecken fotografieren wir.
Dann schreiben wir in Zweiergruppen auf, was wir erfahren haben.

Jeder Mensch weiß, dass das Trinkwasser bei uns aus dem Wasserhahn kommt.
Aber wie kommt es da hinein?
Wir vermuteten, dass in der Wand Wasserrohre sind, konnten es aber nicht prüfen.
Auch das gebrauchte Wasser fließt durch ein Rohr in die Wand.
Wahrscheinlich kommen die Rohre aus dem Keller.
Also gingen wir in den Keller.
Im Heizungskeller der Schule fanden wir, was wir suchten.
An der Wand kommt ein Rohr aus dem Boden.
Darin kommt das Wasser in die Schule.
Dieses Rohr teilt sich zuerst in zwei Rohre.
Ein Rohr geht in den Pavillon, ein Rohr ist für den Altbau.
Das Rohr für den Altbau teilt sich wieder in dünnere Rohre für die einzelnen Klassen.
Wir haben auch das Rohr gefunden, das zu unserer Klasse geht.
Am Anfang der Rohre sind Räder.
Wenn man daran dreht, kann man das Wasser in diesem Rohr stoppen.
Dann ist das Wasser für diesen Raum abgestellt.
In den beiden Rohren für den Altbau und den Pavillon sind Wasseruhren eingebaut.
Wasseruhren messen mit Rädchen wie viel Wasser durch das Rohr läuft.
So kann man feststellen, wie viel Wasser verbraucht wird.
Dann kann man ausrechnen, wie viel man für das Wasser bezahlen muss.
Das Wassergeld für die Schule bezahlt der Werra-Meißner-Kreis.
Das Wasser kommt also durch ein Rohr unter der Erde in die Schule.
Zum Glück haben wir gerade eine Baustelle vor der Schule.
Hier werden Wasserrohre und Abflussrohre neu verlegt.
Die Wasserrohre aus hartem Plastik sind dünner.
Wenn sie auf der Straße liegen, sind sie mit Deckeln verschlossen.
So bleiben sie sauber und drin kann sich keine Maus verstecken.
Die Wasserrohre werden etwa 2 Meter in der Erde verlegt.
So kann das Wasser im Winter nicht so leicht einfrieren.
Die Abflussrohre sind aus Beton.
Sie sind viel dicker und schwerer.
Durch die Abflussrohre wird unser gebrauchtes Wasser zur Kläranlage geleitet.
Hier fließt auch das Wasser durch, das wir auf der Toilette benutzt haben.
Wir haben gesehen, wie die Arbeiter in der Erde zwei Abflussrohre zusammengesetzt haben.
Unter den Straßen von Fürstenhagen gibt es ein ganzes Netz von Wasserrohren.
Alle Häuser sind an dieses Netz angeschlossen.
An allen Abzweigungen sind Absteller, auch Schieber genannt, eingebaut.
Mit ihnen kann man das Wasser abstellen, wenn zum Beispiel ein Rohr kaputt ist.
Der Vorarbeiter auf der Baustelle hat für uns zusammengebaut, wie es unter einer Straßenkreuzung in der Erde aussieht.
Hier sind für jeden Rohrstrang Schieber eingebaut.
Außerdem ist ein Hydrant eingebaut.
Aus dem Hydrant kann die Feuerwehr Wasser aus dem Rohr zapfen, wenn es brennt.
Von den Schiebern und Hydranten kann man auf der Straße nur die Deckel sehen.
Damit man die Schieber und Hydranten auch unter dem Schnee findet, gibt es Schilder, auf denen man lesen kann, wo sie sind. Der Hydrant vor der Mehrzweckhalle ist zum Beispiel 6,70 m vor dem Schild und 3,10 m links vom Schild.
Wir haben es mit großen Schritten nachgemessen: Es stimmt!
Überall in Fürstenhagen haben wir inzwischen solche Schilder entdeckt.
Wie jeder weiß, fließt Wasser immer nach unten.
Wieso kann es dann in vom Schulkeller zu uns in den ersten Stock fließen?
Wir vermuteten gleich, dass es eine Pumpe geben muss und dass es was mit Druck zu tun hat.
Dann machten wir Versuche.
Dazu stellten wir ein Glasrohr mit zwei Abzweigungen und zwei Wasserhähnen auf.
Wir versuchten das Wasser von oben anzusaugen. Das klappte nicht richtig.
Dann schütteten wir von oben Wasser rein, bis aus beiden Hähnen Wasser kam.
Das klappte, aber unser Wasser kommt ja von unten und nicht von oben.
Mit einem zweiten Wasserbehälter fanden wir die Lösung:
Wenn man den Behälter unten mit dem Rohr unten verbindet und ihn mit Wasser füllt, steigt das Wasser im Rohr so hoch, wie es im Behälter steht.
Das Wasser im Behälter muss höher stehen, als der höchste Wasserhahn, dann klappt es.
Der Behälter heißt deshalb Hochbehälter.
Der Hochbehälter für Fürstenhagen steht auf dem Berg zwischen Fürstenhagen, Quentel und Eschenstruth.
Von hier aus fließt das Wasser nach Fürstenhagen herunter und kann durch den Druck im Hochbehälter in unserer Wasserleitung wieder steigen.
Unser Trinkwasser kommt fast sauber aus der Erde.
Trotzdem wird es in einem Wasserwerk aufbereitet, bevor es ins Wassernetz eingespeist wird.
Wir hatten wieder Glück:
Weil das Fürstenhagener Wasserwerk nicht mehr in Betrieb ist, konnten wir es besichtigen.
Herr Schröder, der Wassermeister von Hessisch Lichtenau, hat uns alles erklärt.
Damit die ph-Werte stimmen und das Wasser im Geschmack neutral ist, wird das Wasser in große Tanks gepumpt und aufbereitet.
Im hintersten Raum ist außerdem ein großes Becken.
Hier wird das Wasser so hineingesprüht, dass die giftigen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid aus dem Wasser herausgeschleudert werden.  Der Raum ist oben offen.
Die Gase gehen in die Luft und nach draußen.
Als in diesem Raum das Wasser versprüht wurde, durfte man nicht hineingehen.
Denn die giftigen Gase waren überall in der Luft.

 

Im Fürstenhagener Wasserwerk gibt es sogar ein kleines Museum.
Hier konnten wir alte Wasserrohre aus Holz, aus Ton und aus Blei sehen.

 

Die Fürstenhagener bauten vor etwa 30 Jahren ihr schönes Wasserwerk, das wir besichtigten.
Daneben sind noch zwei Häuschen, in denen die Brunnen sind.
Durch die Brunnen wurde das Grundwasser im Boden hochgepumpt.
Normal ist das Grundwasser so sauber, dass man es gut trinken kann.
Vor ungefähr 10 Jahren fand man im Wasser dieser Brunnen giftige Stoffe.
Deshalb durfte man das Wasser nicht mehr als Trinkwasser benutzen.
Die giftigen Stoffe sind tief im Boden.
Man hat herausgefunden, dass sie sich mit dem Grundwasser von Hirschhagen aus unterirdisch verbreitet haben.
In Hirschhagen gab es im zweiten Weltkrieg eine große Munitionsfabrik, in der mit giftigen Sprengstoffen gearbeitet wurde.
Diese Stoffe sind auch in den Boden und ins Grundwasser gelangt.
Die Fabrik gibt es heute nicht mehr.
Einige Gebäude und Bunker stehen heute als Ruinen da.
Andere wurden umgebaut und werden heute anders genutzt.
Heute versucht man die Giftstoffe im Boden zu beseitigen. Das kostet viel Geld.
Woher kommt unser Wasser denn nun wirklich?
 
Das Wasser für Fürstenhagen kommt heute aus Brunnen in der Nähe von Walburg.
Dort wird das Wasser auch im Wasserwerk aufbereitet.
Von da aus wird es durch Rohre zum Hochbehälter geleitet und in den Hochbehälter gepumpt.
Unser Hochbehälter steht auf der Bergkuppe zwischen Fürstenhagen, Quentel und Eschenstruth.
Wenn man von Fürstenhagen nach Quentel fährt, liegt er auf der rechten Seite oben im Wald.
Leider kann man ihn von der Straße aus nicht sehen.
Vom Hochbehälter aus wird das Wasser in das Fürstenhagener Wassernetz eingespeist.
Quentel hat seine eigene Wasserversorgung.
Der Name Quentel bedeutet „Quellental“, weil es hier Quellen gibt, in denen das Grundwasser aus dem Boden kommt.
Eine solche Quelle haben die Quentler so ausgebaut, dass das Wasser als Trinkwasser genutzt werden kann.
Die Quelle ist im Wald bei Quentel.
Alicia weiß genau, wo sie ist.
In Notzeiten könnte das Wasser aus dem Hochbehälter auch nach Quentel geleitet werden.

ausführlich dazu berichten Alicia, Dominique und Dominik 

 

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